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12.06.2026

One Consciousness

How about a positive LSD story? Would that be newsworthy? Just once, to hear what it’s all about: Today a young man on acid realised that all matter is merely energy condensed to a slow vibration. That we are all one consciousness experiencing itself subjectively. There is no such thing as death. Life is only a dream and we are the imagination of ourselves.

Bill Hicks

Multidisciplinary Association for Psychedelic Studies

https://open.spotify.com/user/ae70uomkc90awtcwwhus33uz3?si=38415f10053d425d

https://definiumtx.com/

18.03.2015

Worship

Eine kurze Leidensgeschichte ist mir in Thailand wiederfahren, als ich über einige Wochen auf einer Insel blieb.
Ich weiß nicht was es war, vielleicht die unsägliche Anzahl an Backpackerinnen und Backpackern oder einfach ihre Gestalt, jedenfalls fiel mir sie mir schon an meinem ersten Tag in dieser Bar auf.
Zuerst dachte ich, sie stammt aus Thailand, denn sie hatte bräunliche Haut und war gerade mal 1.60 groß. Ein paar gefärbte Haarsträhnen und stets goldene Fingernägel, manchmal Hotpants machmal hatte sie auch ihre Haare zurückgebunden und dann sah man goldene Ohrringe, die wie Tropfen von ihrem Ohrläppchen herab hingen. Sie hatte stets zwei Lächeln parat, das typische Kellnerinnen lächeln, das Freundlichkeit und Eifer ausstrahlte und dann war da das andere.
Ihre erste Frage war, wie lange ich blieb, das beschäftigte sie anscheinend. Dann kam das Alter, sie lächelte aber das war das Falsche. Ihr Name war Mimi, wohl ein Spitzname.
Von da an beobachtete ich sie jeden Tag und träumte von ihr morgens und abends. Manchmal fragte ich mich, wie ich es anstellen sollte, dass aus uns mehr wurde, ob sie mit nach Deutschland kommen würde.
Ich lernte den Barbesitzer Johnny bei etlichen Freibier kennen. Er hat mir mein optionales Leben schon vorgelebt, ein Kind mit einer Thailänderin, geschieden und lebt nun hier für Kind und Bar. Als er viel Alkohol intus hat sagt er, nie mit einer Frau am gleichen Arbeitsplatz runmachen. Sie wird dominant und will das Ruder. Er blickt auf Mimi und sagt, No, we had this already.
Dann nach einigen Tagen, wischte sie den Tisch vor mir ab und ich sagte Thank you. Da sah ich ihr natürliches Lächeln. Sie sagte sie müsse für zwei Tage ins Krankenhaus und ich fragte wieso aber sie konnte nur gebrochenes Englisch.
Während dieser Zeit versuchte ich der Bar aus dem Weg zu gehen. Ich redete kurz mit ihrer Schwester, die auch in der Bar arbeitete. Sie fragte mich ob ich sie mag und ich sagte natürlich. Sie war nicht überrascht.
Als Mimi wieder zurück war, schien sie erschöpft. Ich wartete, bis alle Gäste verschwunden waren. Wir redeten kurz und intensiv. Sie war eigentlich aus Burma, doch da es dort zu wenig Arbeit gab, schickten ihre Eltern sie hierher. Nicht ungewöhnlich für die Insel. Sie schämte sich Englisch zu sprechen. Immer sagt sie No good englisch. Immer sage ich you good englisch. Sie zeigt mir einen Amerikaner aus Facebook, von dem sie Englisch gelernt hat. 9 Months he stayed, sagen ihre Lippen. Sie will, dass ich länger bleibe, sagen ihre braunen Augen. Ich frage sie, ob sie hier bleiben will oder weg möchte. Sie will hier bleiben, vielleicht zurück nach Burma zu den Eltern. Ich lächle und sage Gute Nacht. Ein Tiefpunkt.
Was bilde ich mir schon ein sie aus ihrer festen Umgebung rausreißen zu wollen und auch das Englisch ist schwer mit ihr. Natürlich würde ich ihr alles zahlen, sie in Deutschland mit einer Heirat einbürgern und gelegentlich würden wir nach Burma kommen. Was man sich eben so einbildet.
Die nächsten Tage verringern sich unsere Blickkontakte. Ich frage noch nach Facebook und schreibe ihr, aber sie schreibt nicht zurück. Vielleicht ist sie da nicht oft, aber in der Bar ist sie jeden Tag. Ich beschäftige mich mit meiner Weiterreise und denke nur noch gelegentlich an das was hätte sein können. Vielleicht komme ich in einigen Jahren nochmal hier hin und sehe dann ihre Kinder hier in der Bar rumrennen. Dann werde ich froh sein, dass nichts passiert ist.
Mein Freund Tim sagt, in einer Bar geht es immer nur um die Kellnerin. Irgendwie hat er recht damit.

10.05.2014

you are not your stuff

I came home one day and it was all gone.
If my 28 year-old self would have walked into the home of my 30 year-old self, he would have thought he’d been robbed.
Where did all my stuff go? He would have thought. I worked so hard to buy all that stuff, and now it’s all gone!

My 28 year-old self would have panicked when he noticed that over 90% his stuff was no longer there. It was gone. Vanished. Poof! He had given so much meaning to that stuff—the car, the clothes, the gadgets, the trappings of a consumer culture that he was a part of—but that stuff didn’t have any real meaning.
He was part of the disease, not the cure.
There were so many lessons he learned in those two years…
How to start:
Let’s play a little game together.
Find a friend or family member. Someone who’s willing to get rid of some of their excess stuff. This month, each of you must get rid of one thing on the first day of the month. On the second, two things. Three items on the third. So forth, and so on. Anything can go! Clothes, furniture, electronics, tools, decorations, etc. Donate, sell, or trash. Whatever you do, each material possession must be out of your house—and out of your life—by midnight each day.
It’s an easy game at first. However, it starts getting challenging by week two, when you’re both jettisoning more than a dozen items each day. Whoever can keep it going the longest wins. You both win if you can make it all month. Bonus points if you play with more than two people.

20.07.2013

franklins moral perfection

Benjamin Franklin skizzierte in seiner Autobiografie den berühmten Plan, mit dessen Hilfe er im Laufe von dreizehn Wochen "moralische Perfektion" zu erlangen gedachte. Jede Woche stand im Zeichen einer bestimmten Tugend - Mäßigung, Reinlichkeit, Fleiß und so weiter - und er notierte jeden Verstoß säuberlich in einem Kalender. Franklin war davon überzeugt, dass eine Tugend zur Gewohnheit würde, wenn er sie nur eine Woche durchhielte. Danach könnte er zur nächst
en Tugend übergehen, bis er sich schließlich komplett gewandelt hätte und fortan nur noch gelegentlicher moralischer Instandhaltung bedürfe.




1. Mäßigkeit - Iss nicht bis zum Stumpfsinn, trink nicht bis zur Berauschung.
2. Schweigen - Sprich nur, was anderen oder dir selbst nützen kann; vermeide unbedeutende Unterhaltung.
3. Ordnung - Lass jedes Ding seine Stelle und jeden Teil deines Geschäfts seine Zeit haben. 
4. Entschlossenheit - Nimm dir vor, durchzuführen, was du musst; vollführe unfehlbar, was du dir vornimmst. 
5. Sparsamkeit - Mache keine Ausgabe, als um anderen oder dir selbst Gutes zu tun; das heißt: vergeude nichts. 
6. Fleiß - Verliere keine Zeit; sei immer mit etwas Nützlichem beschäftigt; entsage aller unnützen Tätigkeit. 
7. Aufrichtigkeit - Bediene dich keiner schädlichen Täuschung; denke unschuldig und gerecht, und wenn du sprichst, so sprich danach. 
8. Gerechtigkeit - Schade niemandem, indem du ihm unrecht tust oder die Wohltaten unterlässt, die deine Pflichten sind. 
9. Mäßigung - Vermeide Extreme; hüte dich, Beleidigungen so übel aufzunehmen, wie sie es nach deinem Dafürhalten verdienen. 
10. Reinlichkeit - Dulde keine Unsauberkeit am Körper, an Kleidern oder in der Wohnung. 
11. Gemütsruhe - Beunruhige dich nicht über Kleinigkeiten oder über gewöhnliche oder unvermeidliche Unglücksfälle. 
12. Keuschheit - Übe geschlechtlichen Umgang selten, nur um der Gesundheit oder der Nachkommenschaft willen, niemals bis zur Stumpfheit, Schwäche oder zur Schädigung deines eigenen oder fremden Seelenfriedens oder guten Rufes. 
13. Demut - Ahme Jesus und Sokrates nach. 

06.05.2013

Eine Stadt im Krieg

Im Juli 2012 kam der Krieg nach Aleppo und die Stadt im Norden Syriens wurde zum Schlachtfeld. Von der Euphorie, die den Aufstand gegen das Regime von Präsident al-Assad anfangs kennzeichnete, ist nicht mehr viel zu spüren. Die Menschen versuchen, irgendwie zu überleben. Der Journalist Carsten Stormer hat Aleppo in den vergangenen Monaten mehrmals besucht.

Ibrahim stand im Flur, als die Rakete das Wohnzimmer traf, in dem seine Eltern vor dem Fernseher saßen. Die Explosion schleuderte ihn gegen die Wand, doch er blieb unverletzt. Er steht im fünften Stock des brennenden Hauses, Rauch quillt durch das Treppenhaus, Freunde und Nachbarn hetzen die Treppen hinauf und hinunter, in den Händen Eimer und Behälter gefüllt mit Wasser, in dem vergeblichen Versuch, die Flammen zu löschen. Nebenan im Wohnzimmer verbrennen Ibrahims Vater und Mutter, der Geruch von verbranntem Fleisch hängt in der Wohnung. Ein junger Mann übergibt sich im Treppenhaus. "War mein Vater ein Terrorist? War meine Mutter eine Terroristin?", ruft Ibrahim und beginnt zu weinen. "Baschar al-Assad hat meine Eltern getötet! Wofür? Wofür!" Dann lehnt er sich an die verrußte Wand, schlägt die Hände vors Gesicht und rutscht langsam in die Hocke. Freunde knien neben ihm, um zu trösten, nehmen ihn in den Arm, schwören Rache.
Nach einer Stunde ist das Feuer so weit unter Kontrolle, dass ein paar Männer über die Reste des Balkonsimses in das Wohnzimmer klettern können. Sie ziehen einen verkohlten Körper unter einem Tisch hervor, wickeln ihn in eine Plüschdecke und rufen: "Allahu Akbar, Allahu Akbar!" Gott ist groß. Rauch quillt aus dem kokelnden Leichnam unter der Decke hervor. Ibrahim soll die Körper identifizieren, aber sie sind so entstellt, dass er nicht sagen kann, wer Mutter, wer Vater ist. "Baba? Mama?", flüstert er fassungslos.
Für einen würdevollen Abschied von den Toten bleibt in diesem Krieg kaum Zeit. Die verbrannten Leichen von Ibrahims Eltern liegen keine zwei Stunden nach dem Angriff auf der Ladefläche eines weißen Kleinlasters, der hupend durch die Straßen Aleppos rast. Auf dem Märtyrer-Friedhof, am Stadtrand von Aleppo, bereiten Totengräber in Schichtarbeit die Gräber zukünftiger Toter vor.
Es muss schnell gehen, zu oft schon wurden Beerdigungen mit Granaten beschossen. In der Ferne fliegen Hubschrauber und Kampfflugzeuge über Aleppo, schwarze Rauchsäulen steigen in den Himmel, als man Ibrahims Eltern in einem Grab aus Baustoffziegeln ablegt. Ein Verwandter spricht ein kurzes Gebet. "Ich habe die Hoffnung aufgegeben, dass uns jemand zu Hilfe kommt. Amerika, Europa, die Türkei, die Arabische Liga, die sehen alle zu und tun nichts", sagt Ibrahim, als er sich von seinen Eltern verabschiedet hat. Dann fährt er zurück nach Aleppo, zu den Bomben und Scharfschützen. Eine Stadt wie er selbst: obdachlos und Vollwaise.

Eine Stadt im Krieg  - blog
Amnesty Journal April 2013 - zeitschrift


02.01.2013

Warum der Kommunismus scheiterte

Eines muss man vorausschicken - es gab niemals irgendwo bisher einen kommunistischen Staat.
Die Idee des Kommunismus basiert auf der Überlegung von Marx, dass die kapitalistische Gesellschaft irgendwann an ihr Ende gelangt (was bis hierhin auch richtig ist, Marx' Analysen des Kapitalismus sind noch heute gültig) und in eine neue höher entwickelte Gesellschaft übergehen wird. Im Prinzip verlängerte er die bisherigen Entwicklungen von der Urgesellschaft zur höher entwickelten Sklavenhaltergesellschaft mit ihrer Arbeitsteilung, Handel etc, zum wieder höheren Feudalismus zum Kapitalismus - zum Kommunismus. Abgesehen von der Urgesellschaft, die gern als eine Art Urkommunismus verstanden wird, standen sich - laut Marx - immer zwei Hauptklassen feindlich gegenüber, die Sklaven und die Sklavenhalter, die Bauern und der Adel, die Arbeiterklasse und das Bürgertum. Dieser Konflikt konnte am Ende nur dadurch gelöst werden, dass eine der beiden Klassen untergehen würde und zwar diejenige, die die andere ausbeutet. Bis dahin würde sich auch der Kapitalismus immer weiter entwickeln. Hier beging Marx aber möglicherweise einen Fehler, denn wenn man von dieser Klassentheorie ausgeht, dann war es nie eine der beiden Hauptklassen, die den Konflikt löste und somit eine neue Stufe in der Entwicklung erklomm. Oft genug war es eine dritte Kraft, die niemand auf der Rechnung hatte. Also einfacher ausgedrückt, Spartakus schaffte die Sklaverei nicht ab, die Bauernkriege nicht die Feudalgesellschaft. Die Revolutionen, die zum Untergang des Feudalismus führten, waren allesamt bürgerlich, bedingt durch Fortschritte in den Produktionstechniken, die aus dem bis dahin eher unbedeutenden Bürgertum eine der wichtigsten Triebkräfte der Wirtschaft und der Gesellschaft machte. Das aber weitergeführt, ist es eben nicht die Arbeiterklasse, die letztlich den Kapitalismus überwindet, eher sieht es im Moment sogar so aus, als überwinde der Kapitalismus die Arbeiterklasse. Die Idee des Kommunismus geht aber von einer Herrschaft der Arbeiterklasse aus, wörtlich Diktatur des Proletariats. Und daraus ergibt sich, es kann so nicht funktionieren.
Lenin verkürzte seinen Marx nun, er dachte sich, "na wenn wir schon so gut über die Gesetzmäßigkeiten des Kapitalismus Bescheid wissen, können wir das Verfahren ja eigentlich auch beschleunigen" und legte damit die Saat der Gewalt.
Die Oktoberrevolution war eine Revolution einer Minderheit gegen eine Mehrheit, eine Arbeiterklasse, die dieses Namens überhaupt würdig war, gab es nur in den wenigen Großstädten. Das heißt, diese Minderheit konnte nur, um sich selbst an der Macht zu halten, auf Gewalt zurückgreifen, nicht zu vergessen, dass mehrere ausländische Mächte in Russland einmarschierten und das Land in einen brutalen Bürgerkrieg trieben. Ein Gewaltregime kann sich aber nicht aus sich selbst heraus demokratisieren, auch wenn man Lenin zugutehalten muss, es vor seinem Tod noch versucht zu haben.
Um also auf deine Frage zurückzukommen, wahrscheinlich sind beide Begründungen richtig, zumindest im großen Maßstab. Im Kleinen, also mit einer eingeschränkten Zahl Beteiligter, ist zumindest eine Art Sozialismus durchaus praktikabel.

Was bei alledem aber heute gern übersehen wird, es gab durchaus demokratisch legitimierte Versuche, in einigen wenigen Ländern einen Sozialismus zu errichten, Spanien in den dreißiger Jahren und Chile bis 1973. Auch diese endeten im Blutbad, in beiden Fällen wurden anschließend zu großen Teilen mit ausländischer Hilfe faschistische Regime installiert. Allerdings könnten die Gründe ausgerechnet darin liegen, dass es in beiden Fällen hätte gelingen können, ausbeutungsfreie Regime ohne Gewalt aufzubauen, was um jeden Preis verhindert werden musste. Denn auch das Kapital wird seine Macht und seine Stellung immer mit Klauen und Messern verteidigen.

von paradox

19.12.2012

Das Marmeladenglas

Ein Philosophie-Professor stand vor seinem Kurs und hatte ein kleines Experiment vor sich aufgebaut: Ein sehr großes Marmeladenglas und drei geschlossene Kisten. Als der Unterricht begann, öffnete er die erste Kiste und holte daraus Golfbälle hervor, die er in das Marmeladenglas füllte. Er fragte die Studenten, ob das Glas voll sei. Sie bejahten es.
Als nächstes öffnete der Professor die zweite Kiste. Sie enthielt M&Ms. Diese schüttete er zu den Golfbällen in den Topf. Er bewegte den Topf sachte und die M&Ms rollten in die Leerräume zwischen den Golfbällen. Dann fragte er die Studenten wiederum, ob der Topf nun voll sei. Sie stimmten zu.
Daraufhin öffnete der Professor die dritte Kiste. Sie enthielt Sand. Diesen schüttete er ebenfalls in den Topf zu dem Golfball-M&M-Gemisch. Logischerweise füllte der Sand die verbliebenen Zwischenräume aus. Er fragte nun ein drittes Mal, ob der Topf nun voll sei. Die Studenten antworteten einstimmig ja.
Der Professor holte zwei Dosen Bier unter dem Tisch hervor, öffnete diese und schüttete den ganzen Inhalt in den Topf und füllte somit den letzten Raum zwischen den Sandkörnern aus. Die Studenten lachten.
Nun, sagte der Professor, als das Lachen nachließ, ich möchte, dass Sie dieses Marmeladenglas als Ihr Leben ansehen.
Die Golfbälle sind die wichtigen Dinge in Ihrem Leben: Ihre Familie, Ihre Kinder, Ihre Gesundheit, Ihre Freunde, die bevorzugten, ja leidenschaftlichen Aspekte Ihres Lebens, welche, falls in Ihrem Leben alles verloren ginge und nur noch diese verbleiben würden, Ihr Leben trotzdem noch erfüllen würden.

Er fuhr fort: Die M&Ms symbolisieren die anderen Dinge im Leben wie Ihre Arbeit, ihr Haus, Ihr Auto. Der Sand ist alles Andere, die Kleinigkeiten.
Falls Sie den Sand zuerst in das Glas geben, schloss der Professor, hat es weder Platz für die M&Ms noch für die Golfbälle. Dasselbe gilt für Ihr Leben. Wenn Sie all Ihre Zeit und Energie in Kleinigkeiten investieren, werden Sie nie Platz haben für die wichtigen Dinge. Achten Sie zuerst auf die Golfbälle, die Dinge, die wirklich wichtig sind. Setzen Sie Ihre Prioritäten. Der Rest ist nur Sand.
Einer der Studenten erhob die Hand und wollte wissen, was denn das Bier repräsentieren soll.
Der Professor schmunzelte: Ich bin froh, dass Sie das fragen. Das zeigt Ihnen, egal wie schwierig Ihr Leben auch sein mag, es ist immer noch Platz für ein oder zwei Bier.

Autor unbekannt aus http://www.hanzelhoff.com/blog/?p=6583

10.01.2012

Die Medien, das sind wir!

Information führt zu Wahrnehmung, Wahrnehmung führt zu Handeln, das aufsummierte Handeln ist unsere soziale Realität. Über die vergangenen Jahrtausende – bis heute – üben Partikularinteressen über die Medien Einfluss auf die soziale Ordnung aus. Stets war die Informationsverbreitung eng verbunden mit religiöser, staatlicher oder wirtschaftlicher Herrschaft.

Aktuell ist es ein eng verknüpftes Netz von Konzernmedien, das Entscheidungen stützt, verhindert, beeinflusst oder herbeiführt. Hinzu kommt die Macht des Agenda Settings, die große Medien ausüben. So legen diese vor allem auch fest, über welche Themen gesamtgesellschaftlich überhaupt gesprochen wird. Gleich einer unsichtbaren Matrix wird ein Rahmen festgelegt in dem wir uns geistig bewegen und aus dem wir nur schwerlich ausbrechen können. Auch als kritischer Nutzer oder Verweigerer der Massenmedien sind wir von diesem Agenda Setting betroffen. Denn wenn unsere unmittelbare Umgebung dergestalt beeinflusst wird, hat dies auch Rückwirkungen auf uns selbst.

Die digitale Revolution menschlicher Kommunikation eröffnet uns nun erstmals in der Geschichte die Möglichkeit, diese ideellen Fesseln zu zerschlagen. Das Internet, als dezentrales, freies Netz ist der Raum in dem wir uns vollends entfalten können und in dem wir – wenn wir bewusst handeln – die Struktur medialer Informationsverbreitung nachhaltig ändern können. Seit vielen Jahren arbeiten engagierte Menschen überall auf der Welt daran, uns Technologien zur Verfügung zu stellen, die diesen wichtigen Schritt nun ermöglichen. An erster Stelle sei hier das Bloggen genannt. Blogs geben jedem von uns die Möglichkeit selbst zu publizieren, also selbst Teil des Mediennetzes zu sein. Im Verbund, sprich in der Vernetzung, können wir uns gegenseitig informieren und sind fortan nicht mehr oder immer weniger auf die Information großer Konzernmedien angewiesen.

Auch können wir künftig mitentscheiden welche Themen uns am Herzen liegen, welche Probleme wir am dringlichsten lösen wollen und wie dies geschehen soll. Wir müssen nicht tagelang über banale Personalfragen reden, wenn es eigentlich wichtigere Dinge zu besprechen gibt. So gilt: Die Informationsverbreitung zu dezentralisieren heißt die Gesellschaft zu demokratisieren.

Blogs dienen auch als Archive umfassender Debatten, deren Teilnehmer im Verbund stets mehr Wissen zusammentragen als jeder Einzelne dies alleine tun könnte. Blogartikel und -diskussionen sind jederzeit für jeden einsehbar, verlinkbar, verbreitbar, vernetzbar. Blogs sind neben Wikis das ideale Werkzeug um den Wissensschatz, den die Menschheit über Jahrtausende angesammelt hat, strukturiert aufzubereiten und transparent für alle zugänglich zu machen.

Nun gibt es auch viele Skeptiker des Internets. Das Internet ermöglicht die totale Kontrolle heißt es immer wieder und soziale Netzwerke dienen letztendlich nur dem Zweck uns auszuspionieren, uns zu rastern und uns so zu immer effizienteren Kunden nutzloser Produkte zu machen. All dies ist nicht immer von der Hand zu weisen. Doch liegt es an uns, ob wir Dienste wie facebook nutzen um in einer persönlichen Lebens-Chronik jeden Kaffee den wir trinken einzutragen oder ob wir soziale Netzwerke als das verstehen was sie eigentlich sind: Dezentral verästelte Verbindungskanäle zwischen uns allen. Wir können diese Netzwerke nutzen um gesellschaftlich relevante Information auszutauschen und zu verbreiten. Zur Aufbereitung und Archivierung von Wissen taugen Netzwerke wie facebook jedoch nicht.

Das Internet als solches ist unser Raum und als diesen sollten wir ihn auch begreifen. Wir sollten nicht den Fehler machen, den wir vor einigen Jahrzehnten im politischen System gemacht haben: Andere haben dort vielleicht verächtliche Pläne verfolgt, wollten und wollen Wissen und Macht monopolisieren, also wendeten wir uns ab. Dies darf jedoch nicht die Schlussfolgerung sein, die wir für die Zukunft ziehen. Die Schlussfolgerung muss lauten: Besetzen wir das Netz, füllen wir es mit unseren Ideen! Begreifen wir es als die demokratischste und freieste Struktur, die jemals in der Menschheitsgeschichte geschaffen wurde und verteidigen wir es gegen jede Art der Zensur, gegen jede Art der Monopolisierung und gegen jede Art der Privatisierung. Unzählige Online-Aktivisten auf der ganzen Welt führen seit Jahren diesen Kampf, damit wir alle auch weiterhin das Netz zum freien Informationsaustausch nutzen können.

Wir alle haben in unserem Leben eine Menge gelernt. Vieles von dem sollten wir weitergeben und teilen. Wer denkt kann auch schreiben und wer schreiben kann, kann auch bloggen.

Die Zukunft wird in der Gegenwart geschrieben und sie ist nur dann demokratisch und gerecht wenn alle mitschreiben. Hört auch auf euch gegenseitig für das Verbreiten von Information anzugreifen. Herrschaft und Macht beruhen immer auf der Zurückhaltung und Kanalisierung von Information – nicht auf der freien Verbreitung ebendieser. Es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe das dezentrale Netz kleiner Medien weiter auszubauen und zu nutzen. Jeder Einzelne kann hierzu etwas beitragen und sollte dies auch tun. Denn Wissen ist Macht, und wir sozialisieren die Macht indem wir das Wissen sozialisieren.

Von Florian Hauschild the babyshambler

08.11.2009

einundzwanzig Gramm

Es heißt, wir alle verlieren 21 Gramm genau in dem Moment, in dem wir sterben. Jeder von uns – 21 Gramm – das Gewicht von fünf 5 Cent Münzen, eines Schokoriegels, das Gewicht eines Kolibris. Wie viel wiegt Liebe? Wie viel wiegt Schuld? Wie viel wiegt Rache? Wie viele Leben leben wir? Wie viele Tode sterben wir? Es heißt wir alle verlieren 21 Gramm, genau in dem Moment in dem der Tod eintritt. Jeder von uns. Wie viel sind 21 Gramm? Wie viel geht verloren? Wann verlieren wir 21 Gramm? Was sind 21 Gramm?

Verlieren wir 21 Gramm, wenn die Liebe endet?
Fragen wir dann, “wieso hast du nach mir gesucht?”
Sagte die große, vielleicht einzige Liebe im Leben nicht “dann sah ich dich das erste Mal, jetzt kann ich nicht mehr ohne dich sein, du brauchst keine angst zu haben”

Eines Tages musste es ohne sie gehen, die Liebe, die das Herz ausmacht, die 21 Gramm sind. Zusammen war man 42 Gramm Lebenskraft. Was bleibt zurück? 21 Gramm Schwäche?
Kann man die Schwäche wiegen? Oder lässt sich Schuld wiegen? Die Schuld, die schwer zurückbleibt.

d_luxe

04.10.2009

then I see the look in your eyes

Ich will mit dir dorthin, wo das Chaos uns umschlingt - dort wo wir verstehn, das wir am Leben sind. - Madsen

Ich will mit dir in irgendeiner Disco auf der Theke tanzen, Blicke auf uns gerichtet, aber wir fühlen nur noch uns - ich will mich fallen lassen, bis mir schwindlig ist von dir und mir.
Ich kann nie aufhören, an dich zu denken.

Und weißt du, warum das so ist? Weil du für mich diese grenzenlose Freiheit symbolisierst, das Leben, Unbeschwertheit. Ohne Gedanken an den Morgen danach. Nur seinen Instinkten folgen statt Häuser zu bauen und Kinder zu bekommen. Sicherheit ist reizvoll, aber in vollen Zügen zu leben ist reizvoller. Sich verlieren, und irgendwie doch gefangen werden. Warme Luft und ausgelassenes Lachen. Herzklopfen - spüren, dass man da ist.

brokenrecord

19.09.2009

ikea

vor dem ausgang bei ikea stand das ehepaar und rauchte. sie trug nicht einmal eine sonnenbrille. nichts haette das blaugekloppte auge verdecken koennen. ihr mann in muscle shirt trug die taschen. sie durfte sich bestimmt was schoenes aussuchen.

herzbruch

13.09.2009

zum ficken

gerne und gut ficken bedeutet nicht, dass ich es so oft wie möglich will. ich will nur den, der gut riecht. ich will nur den, der auch gut aussieht. ich will nur den, der vor und nach dem sex eine astreine grammatik sein eigen nennt, und während des akts mehr als zwei techniken und mehr als zwei zentimeter. ich will - vorzugsweise - den, der mich liebt, oder aber den, der mich wenigstens achtet und das auch beim sex zum ausdruck bringt.

ich will niemanden ficken, weil es sich gerade anbietet. ich ficke keine gelegenheiten. das habe ich mit 16 getan, als mir das ficken noch wichtiger war als derjenige, mit dem ich fickte und ficken eine schöne art der selbstinszenierung war: wie geil/versaut/verrucht/tabulos/sinnlich bin ich? um sich hinterher dann auf die eigene flanke zu klopfen, um zu sagen: gott, war ich geil.

erschreckend, dass es aber viele leute gibt, die genau das machen. ficken um zu ficken. ficken für die niedere selbstachtung und die unfähigkeit, den anderen zu achten.

c17h19no3